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17.02.2012

In 3 Schritten zum optimalen Ölzustand - Teil 3: Thermomanagement

In allen Hydrauliksystemen wird Energie umgewandelt und transportiert. Hierbei entstehen Verluste. Mechanische und hydraulische Energie wird teilweise in Wärme umgewandelt. Diese Wärme abzuführen, ist die Aufgabe von Kühlsystemen. Da ein Hydraulik-Öl aber auch erst ab einer bestimmten Temperatur das optimale Medium darstellt, kann es in bestimmten Anlagen genauso wichtig sein, das Fluid zu heizen.

Temperaturänderung beeinflusst die Viskosität des Öls, so nehmen mit steigender Öltemperatur die Schmierfilmdicken in Ventilen und Pumpen ab und Verschleiß an mechanischen Gleitstellen nehmen zu. Zudem werden Dichtungsverschleiß und Ölalterung beschleunigt.

Bei zu hoher Öltemperatur muss das Fluid auf eine bestimmte Temperatur zurückgekühlt werden. Dies geschieht am einfachsten durch Plattenwärmetauscher oder Luftkühler, die die Wärme direkt abführen. Komplexere Kühlsysteme erreichen die gewünschte Wirkung über Kühlmedien, sprich einer Kombination aus mehreren Kühlkreisläufen und einer Zusammenwirkung von Lüftern und Wärmetauschern.

Im Gegensatz dazu erhöht sich bei zu niedriger Öltemperatur die Rohrreibung, woraufhin die Fließgeschwindigkeiten sinken und sich der Wirkungsgrad einer Anlage drastisch verschlechtert. Diese Tatsache sorgt noch nicht unbedingt für Zerstörungen und Verschleiß aber es besteht die Gefahr das bei zu kaltem bzw. zu dickflüssigem Fluid die wichtigen Schmierfilme reißen.

Mit der genauen Überprüfung und Anpassung der Öltemperatur wird die Soll-Funktion der Anlage gewährleistet und langfristig gesichert.

 

ZITEC News Nr. 07/2012 | www.zitec.de | Kontakt: technik@zitec.de